Patenschule

Unsere Patenschule in Ruanda/Afrika:
Amizero Y´Ubuzima (das bedeutet Lebenshoffnung)

 

 



Im Schuljahr 2012/2013 hat die St. Martin-Schule beschlossen, eine Patenschaft für eine afrikanische Schule in dem rheinland-pfälzischen Partnerland Ruanda zu übernehmen.

Amizero Y´Ubuzima -  übersetzt: Lebenshoffnung - ist der Name eines Zentrums für Kinder mit geistiger Behinderung in dem Ort Kibilizi bei Butare in Ruanda. Das besondere an der Schule: Dort werden die ersten Förderschullehrer/innen in Südost-Afrika ausgebildet. Zugleich können Kinder mit geistiger Behinderung unterrichtet werden, die zuvor noch von den Familien versteckt und von der Gesellschaft missachtet wurden.



Über den Verein "Wir für Ruanda", der diese Schule gegründet hat, wollen wir die Arbeit an diesem neuen Schul- und Ausbildungszentrum unterstützen. So wurden 2012 z.B. 300,- vom Erlöses unseres alljährlichen Adventsbasars für das Projekt in Afrika gespendet. Anlässlich eines Auftritts unserer Trommelgruppe "Djambo" beim Partnerschaftsverein "Bitburg-Prüm/Ruanda" erhielten wir eine Spende in Höhe von 140 Euro. Davon haben wir für die Schule einen Rechenzug aus Holz gekauft, der besonders geeignet ist für diese Schüler/innen.

Zudem wird das Thema "Afrika" als fester Bestandteil des Sachunterrichts von allen Klassen bearbeitet. Eine Projektwoche im April 2013 hat diese Arbeit noch vertieft. Einmal pro Woche steht zudem ein afrikanisches Essen auf dem Speiseplan unserer Schulküche.


Besuch bei der Patenschule (Herbstferien 2013)

In den Herbstferien 2013 hat die Schulleiterin mit ihrem Mann unsere Patenschule für einige Tage besucht und zwei Koffer mit Unterrichtsmaterial (u.a. den Rechenzug) persönlich dort überbracht. Hier einige Bilder von dem sehr beeindruckenden Besuch:

 

 

 

 

 

 

Berichte von der Patenschule

Zweimal im Jahr erhalten wir einen Bericht von unserer Patenschule in Englisch, dessen besonders interessante Teile wir in Auszügen zur Information für alle übersetzen. Hier Teile des Berichts vom Juni 2013:

 

AMIZERO Y’UBUZIMA CENTRE FOR MENTALLY CHALLENGED CHILDREN

Kibilizi, Ruanda

5. Bericht

Januar – Juni 2013

Der Schulleiter Peter Mpolokoso berichtet, dass das Zentrum sehr viel Unterstützung auf lokaler Ebene erhält, sich aber mehr Aktivitäten auf höherer Ebene wünscht (z.B. Genehmigung des Lehrplans durch das Erziehungsministerium). Das, was bisher erreicht wurde, motiviert die Mitarbeiter jedoch sich noch mehr dafür zu engagieren. Diese Arbeit erfordere permanenten Austausch von Informationen und Ideen, darum werden gegenseitige Besuche mit Kollegen in der Region unterstützt. Ziel aller Aktivitäten sei nach wie vor die persönliche Unabhängigkeit, verbesserte Selbstachtung, die Akzeptanz in der Gesellschaft und bedingungslose Integration von Kindern mit geistigen Beeinträchtigungen in die Familien und die Gemeinde.

In Bezug auf das berufliche Training wird daran gedacht, neben der Feld- und Gartenarbeit und der Tierhaltung Werken mit Holz sowie Hauswirtschaft in den Lehrplan aufzunehmen. Speziell für den Unterricht in der Tierhaltung wurden neben den Kaninchen zwei Schweine und drei Truthähne angeschafft. Den Schüler/innen sollen so Fähigkeiten vermittelt werden, mit denen sie sich in ihrem häuslichen Umfeld nützlich machen können. Eltern arbeiten zum Teil im Schulgarten mit, in dem u.a. Gemüse für die tägliche Ernährung der Kinder angebaut wird.

Neben dem Unterricht werden Kinder, die nicht diese Schule besuchen können, vom Lehrpersonal im Rahmen des Home Trainings zu Hause angeleitet. Daneben gibt es regelmäßige Hausbesuche, monatliche Treffen mit den Eltern und Veranstaltungen auf lokaler Ebene in den Gemeinden mit dem Ziel eines besseren Verständnisses für Menschen mit Behinderungen. Darüber hinaus wurden Workshops für Eltern und Lehrpersonal zu den Themen Epilepsie, Kommunikation, Zeichensprache, Physiotherapie angeboten.

Im Zentrum werden die Lehrpersonen (Grundschullehrer/innen mit nur geringfügiger Ausbildung) vom Schulleiter 2 Jahre lang täglich von 13 – 16 Uhr in Sonderpädagogik unterrichtet. Die ersten vier Lehrpersonen haben mittlerweile dort ihren Abschluss gemacht. Aktuell werden 4 Klassen mit 12 Schüler/innen von jeweils zwei Lehrpersonen unterrichtet.

Nachdem zunächst pro Jahr nur 12 Schüler/innen pro Jahr aufgenommen wurden, waren es in diesem Jahr 24, so dass aktuell insgesamt 48 Schüler/innen unterrichtet werden. Inzwischen tragen alle Schuluniformen, wie dies in Ruanda üblich ist.

Die erste Gruppe von Schüler/innen wurde mittlerweile nach zweijährigem Aufenthalt im Zentrum in die benachbarte Grundschule in Kibilizi integriert. Die Klasse wurde in einem freien Raum des Schulgebäudes untergebracht und wird von dem vertrauten Lehrerteam begleitet. Entsprechend wird jedes Jahr eine Klasse nach zweijähriger Förderung im Zentrum an ihre mit dem Lehrerteam in die Regelschule der Heimatgemeinde integriert. Der Verein baut dafür zum Teil die erforderlichen zusätzlichen Klassenräume.

Auch im Zentrum in Kibilizi wird ständig weiter gebaut. Es besteht mittlerweile aus drei Klassenraum-Gebäuden sowie je einem Gebäude für Versammlungen, Verwaltung und Schulung, Wohngebäude für den Schulleiter und Gäste, Wohnheim für die Kinder, einer Freiluft-Küche sowie einer Kapelle. Ein neu erbautes Klassenraum-Gebäude wurde im Zentrum im Februar 2013 feierlich in Anwesenheit von Vertretern des Erziehungsinstitutes aus Kigali eröffnet. Darüber hinaus erhält das Zentrum, das offenkundig vorbildlich für Ruanda ist, regelmäßig Besuch von Offiziellen aus Ruanda, Besuchern aus Deutschland sowie Vertretern anderer kooperierender Organisationen

Aktuelle Probleme sind

- die geringe Beteiligung einiger Eltern an den Aktivitäten des Zentrums
- wenig oder keine Fürsorge für Kinder mit epileptischen Erkrankungen seitens der Eltern
- die verzögerte Genehmigung des Lehrplans
- die großen Distanzen, die für das Home Visiting Programm überwunden werden müssen
- der unregelmäßige Regen und seine Auswirkungen auf die Ernte im Garten
- schlechte Straßen und Brücken, die es schwierig machen Kinder aufzusuchen bzw. sie zur Schule und wieder nach Hause zu bringen.

Geplante Weiterentwicklungen:

- Aufbau eines integrativen Kindergartens in der Nähe der Universitätsstadt Butare (ca. 4 km von Kibilizi)
- Etablierung der sonderpädagogischen Ausbildung an der Universität Butare mit Unterstützung durch die Universität Landau

 

Film über das Projekt "Lebenshoffnung"

 

 

 

Adresse

St. Martin-Schule
Kölner Straße 14
54634 Bitburg
Telefon: 0 65 61 / 96 14 - 0
Telefax: 0 65 61 / 96 14 - 20

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